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2000 |
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2 - 12.11. 2000 im Kino Arsenal 1 + 2 (Berlin) 12 - 21.11.2000 im Filmhaus Kino Köln (Köln) 20 - 29.11.2000 im Kino Metropolis (Hamburg)
8. Griechische Kinotage in Berlin Griechische Kinotage in Köln und Hamburg Die Griechischen Kinotage starten ihr achtes Jahr mit neuen Partnern und der Ausweitung der Vorführungen griechischer Filme in andere deutsche Städte. So finden die 8. Griechische Kinotage in Berlin" in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit den Freunden der Deutschen Kinemathek e.V. in ihren neuen Kinos (Arsenal 1 und 2) im Filmhaus am Potsdamer Platz statt. Zum ersten Mal wird das vollständige Programm auch im Filmhaus Kino Köln und im Kino Metropolis in Hamburg gezeigt. Die Veranstaltungen bilden einen Teil der Griechenland-Tage in Deutschland, die vom Generalsekretariat für Griechen im Ausland durchgeführt werden.Feste Bestandteile unseres Programms sind eine thematische Filmreihe und die Retrospektive des diesjährigen Kurzfilmfestivals von Drama. Zusätzlich werden in der Filmreihe Dokumente" drei Dokumentarfilme und im Programmteil Neue Griechische Filme" zwei neue Produktionen gezeigt. In der thematischen Filmreihe werden Filme zum Thema «Leidenschaften» präsentiert. Unter ihnen neue Filme, Filme mit eigenwilliger filmischer Sprache und dazu Werke, die zu den Klassikern des griechischen Kinos gehören. Diese Filmreihe umfaßt vier Jahrzehnte griechischen Kinos: von den melodramatischen Filmen der 60er Jahre über die Filme des politischen Engagements und der inneren Suche der 70er und achtziger bis zu denen der neunziger Jahre mit Bezug auf die subjektive Realität und auf die sozialen Umstände. Die meisten dieser Filme erzählen Geschichten mit drei Akteuren, welche sich mit Dilemmas auseinandersetzen müssen, die weit über die im Film dargestellten Charaktere und Situationen hinausgehen. Es sind Dilemmas in bezug auf die eigene Lebenseinstellung, über die Erfüllung von Sehnsüchten und Leidenschaften. Das scheinba re oder reale Aufeinandertreffen der Logik, der Emotionen und der inneren Bedürfnisse bildet den Kern dieser Filme unabhängig vom Ausgang der erzählten Geschichte.Der wunderbar fotografierte schwarzweiße Film von Takis Kanellopoulos Der Ausflug erzählt die melodramatische Geschichte einer Frau, die zwischen zwei geliebten Männern hin- und hergerissen wird. Die drei Helden sind von der absoluten und romantischen Leidenschaft überwältigt und agieren wie hypnotisiert, dem Schicksal folgend. Leidenschaft und Tod, das ist auch der Kern des Films Freier Sprung von Giorgos Pa-noussopoulos in einer Variation desselben Themas, die gleichzeitig in die Auseinandersetzung mit sozialen Tabus und Verhaltenskodes einführt. In das selbe Motiv bewegt sich auch die Rekonstruktion von Theodoros Angelopoulos: Leidenschaft und Sehnsucht, die bis zum Mord reichen. Bei Giorgos Katakouzinos Angelos treffen die Leidenschaft und die Unschuld auf die Brutalität der Diskriminierungen und die ungeschriebenen Gesetze geschlossener sozialer Gruppen aufeinander. Revanche von Nikos Vergitsis ist eine Geschichte über die Suche nach Leidenschaft voller Konfrontationen und Kompromissen. Das gleichzeitige Zusammensein und die Einsamkeit der Filmhelden in einem ungewöhnlichen Spiel. Der Bienenzüchter von Theodoros Angelopou-los ist eine tragische Figur, die leidenschaftlich nach dem Leben und der Liebe sucht, was sich aus seinen Händen zu entgleiten scheint. Die sechs Helden des Films Südwind - Das Ende des Spiels von Andreas Thomopoulos verstecken hinter einem scheinbar geregelten" Leben einen Vulkan an Sehnsüchten, der nur auf einen Anlaß wartet, um zu explodieren. In Die Jahre der großen Hitze verwendet die Regisseurin Frieda Liappa eine Mondlandschaft und ein grelles Licht um die inneren Vibrationen der Helden zu beschreiben. Die unerträgliche Hitze trübt die Erinnerung und wird zum Zündmechanismus für den Schlußakt. Im Film Ich treffe dich in der Hölle, meine Liebe von Nikos Nikolaidis bekommen die Sehnsucht und die Leidenschaft eine alpträumerische Dimension. Liebe, Eifersucht und Verzweiflung werden zu einem Spinnennetz um die drei Charakteren gewebt, wovon es kein Entrinnen mehr gibt. Zu den Dokumenten" gehören ein Film von Nikos Grammatikos über die Ausbildung sehbehinderter Kinder in Griechenland mit dem Titel Nachtblumen, ein poetisches Essay (Aenigma est) von Dimitris Mavrikios über den Maler Giorgio de Chirico und ein Kurzfilm mit dem Titel Eine Insel in Athen über die Erinnerungen einer älteren Frau, Bewohnerin eines ungewöhnlichen Athener Viertels namens Anafiotika. Darüber hinaus zeigen wir in der kleinen Filmreihe Neue Griechische Filme" den mit dem Calligari Preis (2000) ausgezeichneten Film von Dimitris Avdeliodis Das Frühlingstreffen der Feldhüter wegen seines innovativen Themas und seiner Ausdruckskraft, sowie Die Weibergesellschaft von Nikos Perakis, eine bissige Satire der Sitten und Gebräuche in der griechischen Provinz, wegen seines großen Erfolgs beim griechischen Publikum. Wie jedes Jahr werden wir auch diesmal in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilmfestival von Drama eine Auswahl aus neuen Arbeiten junger Filmemacher und Filmemacherinnen zeigen, darunter fünf beim diesjährigen Festival prämierte Filme: Eine leuchtende Sonne von Vassilis Loules, Heißer Horizont von Antonis Samourakis, Graue Frucht von Thouli Dosiou, In Ausübung von Myrto Makridi, Unsere Dame der Hunde von Evi Karabatsou, Veteran von V. Douvlis, Ich muß dir was sagen... von Katerina Filiotou und Augen, die fressen von Syllas Tzoumerkas. © Katerina Papadatou, FILIA Leidenschaften
Neue Griechische Filme
Dokumente
Kurzfilmfestival von Drama
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